| Metall | Dieser Text beschreibt Metall. Der untere Text beinhaltet die Metall Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Metall Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Metall fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Metall möglichst ausführlich zu halten.
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Metall ArtikelMetalle sind die größte Gruppe der chemischen Elemente, etwa 80 Prozent der Elemente sind Metalle. In dem Periodensystem der Elemente sind sie nicht bestimmten Reihen oder Perioden zugeordnet, vielmehr befinden sie sich links und unterhalb einer Linie vom Bor zu dem Polonium. Oben rechts befinden sich die Nichtmetalle, dazwischen die Halbmetalle.
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Metallatome sind durch folgendes Merkmalen gekennzeichnet:
Daraus ergibt sich, dass Metallatome sich nicht wie viele Nichtmetalle über Atombindungen zu Molekülen oder Gittern verbinden können. Allenfalls in Metalldämpfen kommen solche Atombindungen vor, z. B. besteht Natriumdampf zu etwa 1 Prozent aus Na2-Molekülen. Metalle ordnen sich vielmehr zu einem Metallgitter, im die Elektronen über das ganze Gitter verteilt sind, man spricht auch von einem Elektronengas. Im Elektronengas ordnen sich die positiv geladenen Atomrümpfe . Eine exaktere Betrachtung unter Berücksichtigung des Orbitalmodells liefert das Energiebändermodell .
In Verbindung mit Nichtmetallen treten die Metalle in dem Allgemeinen als Kationen auf, d. h. die äußeren Elektronen werden vollständig an die Nichtmetallatome abgegeben und es bildet sich eine Ionenverbindung (Salz). In einem Ionengitter werden die Ionen ca. durch elektrostatische Kräfte zusammengehalten.
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Aus der Bindungsart und dem Gitteraufbau resultieren folgende typisches Merkmalen der Metalle:
- Glanz, bedingt durch leicht verschiebbare Elektronen an der Oberfläche
- Undurchsichtigkeit durch leicht verschiebbare Elektronen
- Gute Verformbarkeit (Duktilität): In dem Metallgitter befinden sich Versetzungen, die sich schon bei einer Spannung unterhalb der Trennspannung bewegen können; je nach Gittertyp verformt sich also ein Metall eher, als dass es bricht
- Hoher Schmelzpunkt durch die allseitig gerichteten Bindungskräfte
- Gute Elektrische Leitfähigkeit durch leicht verschiebbare Elektronen
- Gute Thermische Leitfähigkeit durch leicht verschiebbare Elektronen
- z. T. ferromagnetisch z.B. Eisen, Nickel, Kobalt
- zu dem größten Teil nicht korrosions- und säurebeständig
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Traditionell unterteilt man Metalle nach der Dichte in Schwermetalle und Leichtmetalle, nach der Reaktivität in Edelmetalle und unedle Metalle.
Daneben ist gerade für das chemische Verhalten die Zugehörigkeit zu Haupt- oder Nebengruppen des Periodensystems entscheidend.
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Der Erdkern besteht zu dem größten Teil aus Eisen, da es das physikalisch stabilste Element ist.
In der Erdkruste dagegen überwiegen die Nichtmetalle, relativ häufige Metalle sind Aluminium, Eisen, Mangan, Titan, Kalzium, Magnesium, Natrium und Kalium. Viele seltene Metalle treten aber in ihren Abbaustätten
stark angereichert auf, sodass sich ein Abbau lohnt.
Gesteine, die klassische Werkmetalle in abbauwürdigen Konzentrationen enthalten, werden Erze genannt. Zu den wichtigsten Erzen gehören:
Andere Metallverbindungen wie Kochsalz oder Kalk werden dagegen nicht als Erze genannt.
Manche Edelmetalle, v. a. Gold, kommen auch gediegen vor, d. h. als Element vor.
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Zur Gewinnung der reinen Metalle müssen die Erze reduziert werden. Bei relativ edlen Metallen (wie Eisen) geschieht dies mit Kohle in dem Hochofen.
Unedle Metalle können durch noch unedlere reduziert werden.
Sehr unedle Metalle können ca. durch Elektrolyse ihrer geschmolzenen Salze gewonnen werden.
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Einige wenige Metalle mit einem Siedepunkt von bis zu maximal 1000°C können direkt destilliert werden. Dazu gehören Zink, Cadmium und Quecksilber. Andere Metalle müssen erst in eine flüchtige Verbindung überführt werden, um sie anschließend zu destillieren. Dieses Verfahren wird beispielsweise bei der Reinigung von Uran, als UF6, Titan, als TiCl4 oder Silicium, als SiHCl3 angewendet.
Die am häufigsten benutzten Verfahren zur Metallreinigung beruhen auf dem chemischen Transport. Dabei wird ein Quarzrohr in einen heißen, etwa 130°C, und einen kalten Teil, etwa 80° C geteilt. Anschließend reagiert das Metall mit einer geeigneten Komponente zu einer flüchtigen Verbindung. Da die Triebkraft des chemischen Transportes der Energietransport ist, findet bei einer endothermen Reaktion der Transport von der heißen Seite zur kalten Seite statt und bei einer exothermen Reaktion von der kalten Seite zur heißen Seite. Diese Methode wird beispielsweise zur Reinigung von Nickel mit dem Mond-Verfahren benutzt.
Für extrem hohe Reinheiten, wie sie zu dem Beispiel in der Mikro-Elektronik von Silicium und Germanium verlangt werden, eignet sich das extrem teure Zonenschmelzen.
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Die Verbindungen oder auch Lösungen von verschiedenen Metallen miteinander heißen Legierungen. Diese haben z. T. völlig andere physikalische und chemisches Merkmalen als die reinen Metalle. Vor allem die Härte ist teilweise um Größenordnungen höher. Ebenso ist vielfach die Korrosionsbeständigkeit deutlich erhöht. Reine Metalle werden praktisch nicht benutzt.
Mit vielen Nichtmetallen werden Ionenverbindungen eingegangen, wobei aber gerade bei Übergangsmetallen beziehungsweise bei größeren Anionen wie dem Sulfid-Ion alle Übergängsstufen zur Atombindung vorkommen.
Mit Nichtmetallen wie Wasserstoff, Kohlenstoff und Stickstoff werden auch Einlagerungsverbindungen gebildet, wobei sich die Nichtmetallatome in Lücken des Metallgitters befinden, ohne dieses wesentlich zu verändern. Diese Einlagerungsverbindungen behalten die typischen Metall Merkmale wie die Elektrische Leitfähigkeit.
Metallkationen, v. a. die der Nebengruppenmetalle, bilden mit Basen (Wasser, Ammoniak, Halogeniden, Cyanid u. v. a.) Komplexverbindungen, deren Stabilität nicht allein durch die elektrostatische Anziehung erklärt werden kann.
Metalle in höheren Oxidationsstufen bilden auch Komplexanionen , z. B. löst sich Chromtrioxid CrO3 in Kalilauge unter Bildung des Chromat -Anions CrO42-: CrO3 + 2 KOH -> K2CrO4 + H2O
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Viele Metalle sind wichtige Werkstoffe. Unsere moderne Welt wäre ohne Metalle unmöglich. Nicht ohne Grund werden Phasen der Menschheitsentwicklung nach den benutzten Werkstoffen als Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit genannt.
Die folgende Tabelle enthält die wichtigsten Metalle und Legierungsbestandteile, keine Verbindungen.
- Aluminium bedeutendstes Leichtmetall
- Beryllium
- Blei Legierungen, Bleiakkumulator
- Cadmium Bestandteil von Akkus
- Chrom Legierungsbestandteil (Chrom-Vanadium-Stahl, Chrom-Nickel-Stahl), Überzugsmetall
- Eisen wichtigstes Werkmatall (Gusseisen, Stahl)
- Gold Schmuckmetall, Blattgold, Elektrotechnik, Wertanlage, Währungsabsicherung
- Iridium
- Kalium legiert mit Natrium als Kühlmittel in Kernreaktoren
- Kobalt Magnete
- Kupfer Elektrotechnik (zweithöchste Leitfähigkeit nach Silber), Bronze, Messing
- Magnesium für besonders leichte Werkstücke mit nicht allzuhohen Ansprüchen an die Festigkeit
- Mangan Legierungsbestandteil (Manganstahl)
- Molybdän Legierungsbestandteil (Molybdän-Stahl) zur Erhöhung der Warmfestigkeit
- Natrium legiert mit Kalium als Kühlmittel in Kernreaktoren
- Nickel Legierungsbestandteil (Chrom-Vanadium-Stahl, Chrom-Nickel-Stahl), Magnete
- Osmium legiert mit Wolfram in Glühbirnen (Osram)
- Palladium Wasserstoffspeicherung
- Platin Schmuckmetall, Katalyse
- Quecksilber Thermometer
- Rhodium Schmuckmetall
- Ruthenium
- Silber Schmuckmetall, Photographie
- Tantal
- Titan für Leichtbauweise ohne Rücksicht auf die hohen Kosten
- Uran Kernreaktoren
- Vanadium Legierungsbestandteil (Chrom-Vanadium-Stahl) für warmfeste Stähle
- Wismut
- Wolfram Glühbirnen (höchster Schmelzpunkt aller Metalle), Spezialstähle, Wolframcarbid
- Zink Legierungsbestandteil (Messing)
- Zinn Legierungsbestandteil (Bronze), Lötzinn, Zinnfiguren
- Zirkonium
Siehe auch
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Metall in der Chinesischen Philosophie | |
Metall genannt ein Element der traditionellen Chinesischen Philosophie .
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